Job Coach > Lebenslauf leicht erstellt – eine Anleitung von A bis Z

Lebenslauf leicht erstellt – eine Anleitung von A bis Z

7 Min.
Auf einen Blick

Ein guter Lebenslauf gibt dem Personalverantwortlichen in wenigen Sekunden einen klaren Überblick über dich, deine Fähigkeiten und deine Erfahrungen.

Der tabellarische Lebenslauf in umgekehrt chronologischer Reihenfolge ist der Standard in der Schweiz. Aktuelle Stelle zuerst, dann rückwärts durch den Werdegang.

Maximal zwei bis drei Seiten, klare Struktur und keine Rechtschreibfehler. Das sind die drei Grundregeln.

Von „gut“ und „Überblick“ hat aber jeder seine eigenen Vorstellungen. Die folgenden Tipps geben dir ein konkretes Grundgerüst: welche Informationen in deinen Lebenslauf gehören und in welcher Reihenfolge sie am besten wirken.

Vorlage für die CV-Struktur

Hast du schon mal eine Paketlieferung nachverfolgt? Neben Angaben zu Grösse und Gewicht sieht man, wo die Lieferung aktuell ist und an welchen Stationen das Paket schon war. Ähnlich sollte dein Lebenslauf aufgebaut sein. Beginne mit deinen persönlichen Daten und füge danach deine aktuellste Beschäftigung an, gefolgt von den vergangenen Jobs. So erstellst du einen tabellarischen Lebenslauf mit umgekehrt chronologischer Reihenfolge.

Das hilft dem Personalverantwortlichen oder zukünftigen Arbeitgeber, sich einen schnellen Überblick über deine Stationen zu verschaffen und sich ein Bild von deinem Berufsweg zu machen. Anschliessend führst du deinen Bildungsweg auf. Das hilft, eventuelle Änderungen deines Berufswegs nachzuvollziehen oder Spezialisierungen besser zu erkennen.

Nach der Berufserfahrung folgen Aus- und Weiterbildungen sowie Sprachkenntnisse mit ausgewiesenem Niveau. Danach kommen IT-Kenntnisse und weitere Fähigkeiten sowie, wenn vorhanden, ehrenamtliche oder Vereinstätigkeiten. Zum Schluss kannst du optional Interessen und Hobbys aufführen.

Kostenlos
Deine Lebenslauf-Vorlage

Struktur fertig. Du trägst nur noch deine Angaben ein.

Vorlage herunterladen →

Länge des Lebenslaufs

Es gibt keine offizielle Längenbeschränkung, aber dein Lebenslauf sollte maximal zwei bis drei Seiten umfassen. Längere Lebensläufe enthalten oft zu viele irrelevante Informationen. Fokussiere dich auf die stellenrelevanten Details und kürze den Rest.

Persönliche Angaben im CV

Übersichtlichkeit ist entscheidend. Wenn ein Personalverantwortlicher nach deinen Kontaktdaten länger als 15 Sekunden suchen muss, musst du nochmals an der Struktur arbeiten. Zu den Kontaktdaten gehören Vorname, Name, Adresse, Handynummer, E-Mail-Adresse und Staatsangehörigkeit. Der Zivilstand kann angegeben werden, muss aber nicht.

Das Geburtsdatum ist freiwillig. Du kannst es weglassen, da das Alter bei der Rekrutierung in den meisten Fällen keine Rolle spielen sollte.

Neben deinen Angaben fügst du ein professionelles Bewerbungsfoto hinzu. In der Schweiz ist das nach wie vor üblich. Das Foto muss kein grosses Portraitfoto sein, sollte aber professionell wirken und in etwa im Grössenverhältnis zu den Kontaktdaten passen. Einzelne Unternehmen weisen inzwischen ausdrücklich darauf hin, sich auch ohne Foto zu bewerben. Folge in diesem Fall der Anleitung im Inserat.

Berufserfahrung

Bei der Berufserfahrung trägst du Firmennamen, Jobtitel, den Arbeitszeitraum und eine stichwortartige Zusammenfassung der damaligen Tätigkeiten ein.

Aus- und Weiterbildungen

Ähnlich wie bei der Berufserfahrung führst du hier den Titel des Abschlusses, die Dauer, Schwerpunkte und den Namen des Bildungsinstituts auf.

Sprachkenntnisse

Liste die Sprachen auf, in denen du eine echte Konversation führen kannst. Deine Muttersprache kennzeichnest du mit „Muttersprache“. Für Fremdsprachen verwendest du die Bezeichnungen des internationalen Sprachreferenzrahmens (A1 bis C2) oder Begriffe wie „Grundkenntnisse“, „konversationssicher“ oder „verhandlungssicher“. Die Bezeichnung „Schulkenntnisse“ solltest du vermeiden.

Weitere Fähigkeiten

Integriere deine Computerkenntnisse in den Lebenslauf. Dazu gehören neben Word, Excel und PowerPoint auch ERP- und CRM-Systeme wie SAP, Dynamics, Abacus oder Salesforce sowie Bild- und Grafikprogramme wie Photoshop, Illustrator, InDesign oder Canva. Formuliere die Kenntnisse praktisch statt nur als Programmnamen. Im Lebenslauf sieht das dann so aus: „Excel: Erstellung von Pivot-Tabellen und Mittelwertberechnungen“.

Ehrenamtliche Tätigkeiten und Vereinstätigkeiten

Wer sich ehrenamtlich engagiert, kann das im Lebenslauf aufführen. Das zeigt Personalverantwortlichen und Recruiter:innen, welche Interessen dir wichtig sind, und gibt ihnen einen Einblick in deine Persönlichkeit.

Interessen und Hobbys

Optional kannst du gegen Ende des Lebenslaufs Interessen oder Hobbys in Stichworten aufführen. Auch das soll ein klareres Bild von dir als Person vermitteln. Auf diesen Punkten liegt nicht der Hauptfokus, aber sie runden dein Profil ab.

Referenzen

Referenzen sind kein Muss, können aber einen guten Eindruck hinterlassen. Wenn du welche aufführst, bitte die zuständigen Personen vorher um ihr Einverständnis. Wenn du noch nicht gekündigt hast, reicht der Hinweis, dass Referenzen auf Anfrage verfügbar sind.

Tipp zum Abschluss: Kontrolle und Revision

Dein Lebenslauf ist noch nicht fertig, auch wenn er komplett ist. Kontrolliere ihn mindestens einmal auf Rechtschreib- und Inhaltsfehler. Es lohnt sich auch, ihn einer Person deines Vertrauens zukommen zu lassen. Vier Augen sehen mehr als zwei. Fehler im Lebenslauf sind genauso unprofessionell wie im Bewerbungsschreiben.

Wichtig ist auch, dass du deinen Lebenslauf nicht zu stark beschönigst. Natürlich willst du überzeugen, aber mit Unwahrheiten im Lebenslauf wird das auf lange Sicht nichts.

„Übersichtlichkeit ist King. Wenn ein Personalverantwortlicher nach deinen Kontaktdaten länger als 15 Sekunden suchen muss, musst du nochmals an der Struktur arbeiten.“

Kostenlos & anonym
Verdienst du, was du verdienen solltest?

Vergleiche deinen Lohn mit dem Markt auf jobs.ch.

Lohn vergleichen →

 

Häufige Fragen

Wie lang sollte ein Schweizer Lebenslauf sein?

Maximal zwei bis drei Seiten. Längere Lebensläufe enthalten häufig zu viele irrelevante Informationen. Fokussiere dich auf die Angaben, die für die ausgeschriebene Stelle wirklich zählen.

In welcher Reihenfolge liste ich meine Berufserfahrung auf?

Umgekehrt chronologisch: die aktuellste Stelle zuerst. Das gilt sowohl für die Berufserfahrung als auch für Aus- und Weiterbildungen.

Brauche ich ein Bewerbungsfoto?

In der Schweiz ist ein professionelles Bewerbungsfoto nach wie vor üblich. Einzelne Unternehmen weisen inzwischen aber ausdrücklich darauf hin, dass kein Foto gewünscht ist. Folge in diesem Fall der Anleitung im Inserat.

Muss ich das Geburtsdatum angeben?

Nein. Das Geburtsdatum ist freiwillig. Du kannst es weglassen, da das Alter bei der Rekrutierung in den meisten Fällen keine Rolle spielen sollte.

Wie formuliere ich Sprachkenntnisse im Lebenslauf?

Verwende die Bezeichnungen des internationalen Sprachreferenzrahmens (A1 bis C2) oder klare Begriffe wie „konversationssicher“ oder „verhandlungssicher“. Die Bezeichnung „Schulkenntnisse“ solltest du vermeiden.

Muss ich Hobbys und Referenzen angeben?

Beides ist optional. Hobbys runden das Profil ab, stehen aber nicht im Fokus. Referenzen können aufgeführt werden, wenn du die zuständigen Personen vorher um Einverständnis gebeten hast. Wenn du noch nicht gekündigt hast, reicht der Hinweis, dass Referenzen auf Anfrage verfügbar sind.

Der Text dieses Artikels und das begleitende Bild wurden mit Unterstützung von KI erstellt.

Ähnliche Beiträge

«Gute Bewerbungsfotos entstehen im Teamwork»
Die 7 grössten Sünden im Lebenslauf und wie du sie vermeidest